Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Übersicht über die Bedeutung der gebräuchlichsten CD-Antigene

 CD-Population

Vorkommen

 und mögliche Ursachen einer Veränderung

 CD3+

Reife T-Zellen im peripheren Blut

Erhöhte Werte finden sich bei manchen Infektionen, Leukämien und Lymphomen.  Verminderte Werte treten vor allem bei Immundefekten, Infektionen, Bestrahlung und Therapie mit Immun­suppressiva auf.

 CD3+ CD4+

T-Helfer-Zellen

Die T-Zell-Subpopulation mit hauptsächlich Helferzell- bzw. Immunantwort-induzierender („Inducerzell“)-Aktivität. Da das Das CD4-Molekül der Helferzellen auch Membranrezeptor für HI-Viren ist, ist die absolute Anzahl der CD4-positiven Zellen bei einer HIV-Infektion von besonderer Relevanz. Bei einer Zahl von weniger als 350/µl ist von einer beginnenden Insuffi­zienz der zellulären Immunität, bei weniger als 200 Zel­len/µl von gehäuften opportunistischen Infektionen,auszugehen.

 CD3+CD8+

Zytotoxische T-Lym­pho­zyten

Die T-Zell-Subpopulation, die überwiegend für zytotoxische Mechanismen verantwortlich ist. Der früher verwendete Begriff der CD8-Suppressorzellen ist überholt. Eine Verminderung findet sich u.a. bei manchen Autoimmunerkrankungen.

 CD4/CD8-Quotient 

Rechenwert

Ein erniedrigtes CD4/CD8-Verhältnis findet man bei Defektimmunopathien, typischerweise im späteren Verlauf einer HIV-Infektion. Erhöhte Werte können passager bei Virusinfekten, bei Autoimmunerkrankungen und bei fortgeschrittenen Stadien maligner Tumore auftreten. 

 CD3- CD16/56+

Natürliche Killerzellen Eine Vermehrung kann ein Hinweis auf eine Aktivierung der unspezifischen (angeborenen) Immunabwehr sein und wird bei einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Erkrankungen gefunden.

 CD3+CD16/56+

Natürliche Killer-T-Zellen

NKT-Zellen gehören zu den T-Zellen. Erhöhte Zahlen findet man bei Virusinfekten oder loka­len Entzündungen der Haut oder Schleimhaut.

 CD3+HLA-DR+  

Aktivierte T-Lymphozyten HLA-DR (MHC II-Antigenexpression) wird auch von B-Lymphozyten exprimiert. In Kombina­tion mit CD3 werden die aktivierten T-Zellen erfasst.

 CD8+CD38+  

Virusaktivierte  CD8-Zellen

CD38 wird von verschiedenen Leukozytensubpopulationen exprimiert. Bei verschiedenen vi­ralen Infekten steigen der Anteil der CD38 positiven CD8+T-Zellen und die Zahl der auf CD8+T-Zellen nachweisbaren CD38-Moleküle stark an, bei nicht therapierten HIV-Patienten steigen die Werte kontinuierlich an.

 CD19+

Reife B-Zellen

Marker für allle reifen B-Zellen des peripheren Blutes. Vermehrung bei reaktiven Prozessen und bei B-Zelllymphomen bzw. –leukämien. Verminderung bei Immunschwächeerkrankungen und in Folge bestimmter Therapien.

CD20+ CD19+

B-Zell-Subset

Kombination empfiehlt sich zur Überwachung von Therapieansätzen mit CD20-Antikörpern (Rituximab) außerhalb der Lymphomtherapie.

CD5+CD19+

B-Zell-Subset bei Lymphomen

CD5 wird auf allen reifen T-Lymphozyten sowie auf einer kleinen Untergruppe der B-Lympho­zyten exprimiert. Bei einigen Typen von Non-Hodgkin-Lymphomen finden sich CD5- und CD19-positive maligne Zellen.

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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